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hotel4home Magazin | 03/03/2013

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Vorgestellt und gefragt: Sommelier Gunnar Tietz

Vorgestellt und gefragt: Sommelier Gunnar Tietz

Wie erkennt man einen guten Wein? Und welche Weinregionen bieten Überraschungen? Gunnar Tietz, mehrfach ausgezeichneter Chef-Sommelier im Restaurant „first floor“ im Hotel Palace Berlin, gibt als Weinexperte im Shop hotel4home jeden Monat aktuelle Tipps – und hier einen Einblick in seine Arbeit.

Wer glaubt, einen Sommelier treffe man nur im Weinkeller, der irrt. Denn es kann auch sein, dass man Gunnar Tietz auf dem Fahrrad mitten im Berliner Verkehrsgewimmel begegnet. Jeden Tag fährt der gebürtige Uckermärker mit dem Rad von Glienicke in die City – ins Hotel Palace Berlin, wo er sich an die Spitze der deutschen Sommeliers arbeitete.

Vorgestellt und gefragt: Sommelier Gunnar Tietz

Seit mehr als zehn Jahren baut er dort als Chef-Sommelier im Sterne-Restaurant „first floor“ eine international prämierte Weinkarte von über 1500 Positionen auf. Der Weinführer Gault Millau kürte ihn zum „Sommelier des Jahres 2011“ und hebt hervor: „Er versäumt keine aktuellen Trend, vertritt alle relevanten Regionen und pflegt originelle Nischen.“

Im Mai 2012 wählten ihn die 100 besten Köche Deutschlands zum besten Sommelier Deutschlands. „Ich empfinde diese Ehrung als einen absoluten Ritterschlag“, sagt er, „da diese Auszeichnung von keiner Fachjury sondern von Kollegen verliehen wird – und dann noch an einen Berliner!“ Tietz versteht sich als Gastgeber, Weinbotschafter, als Genuss- Mensch: Weinempfehlungen trifft er oftmals aus dem Bauch heraus – mutig lässt er dabei gern auch ungewöhnliche – doch stets sinnliche und faszinierende Konstellationen entstehen.

In Zusammenarbeit mit Winzern aus der Pfalz hat der stets charmante und gut gelaunte Sommelier seine Weinphilosophie verwirklicht und kreierte einen Wein unter dem Label „Wein Guru“.

Wie schafft man es, zwei Mal in Folge Sommelier des Jahres zu werden?

Indem man einen guten Job macht, nicht abhebt, sondern mit viel Herzblut die Weinwelt erkundet. Und vor allem versucht, sein Wissen auf natürliche Art und Weise an die Gäste zu vermitteln, ihnen das Medium Wein verständlich zu machen und sie auf Augenhöhe berät, welcher Wein zu welchen Speisen und welchen Vorlieben passt.

Wie viele Weine probieren Sie pro Woche?

Da kommen an die 50 Weine pro Woche zusammen, die ich verkoste, die Aromen rieche und am Gaumen entfalten lasse. Als Ausgleich mache ich viel Sport, fahre jeden Tag 20 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit, laufe sehr gerne und bin auf meine Super Marathon-Bestzeit von 2:49 Stunden stolz. Und natürlich lege ich auch weinfreie Tage ein, um meine Kondition und mein Urteilsvermögen zu stärken.

Wenn man Wein verkostet, ausspucken oder einen kleinen Schluck trinken?

Ausspucken, auf jeden Fall. Auch dann bleibt noch viel von den Aromen und dem Geschmack am Gaumen haften.

Wie erkennt man einen guten Wein?

Wenn er einen Wiedererkennungswert, einen eigenen Charakter hat. Wenn man die Liebe und das Können des Winzers spürt, mit denen er seine Weine macht. Wenn ein Riesling von der Mosel sowohl die Rebsorte als auch die Herkunft erkennen lässt. Wenn ein Weißburgunder aus der Pfalz eindeutig als ein solcher zu erschmecken ist. Wenn es sich einfach um mehr als Durchschnittsware handelt.

Auf welche Weine oder Weinregionen sind Sie in diesem Jahr besonders gespannt?

Ich werde Winzer in Baden besuchen, weil sich dort gerade viel tut. Das Nahe-Tal steht auf meiner Erkundungsliste, Südtirol und die Toskana werde ich besuchen, um dort nach neuen Entdeckungen Ausschau zu halten. Und im Herbst möchte ich nach Argentinien und Chile reisen und mich dort über aktuelle Tendenzen und wunderbare Weine informieren.

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Bilder: ©Wein-Guru, Gunnar Tietz

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